Swonarew Kut - Звонарёв Кут
Swonarew Kut - Звонарёв Кут
David Jost, * 28.03. 1920 in Stahl/Wolga,
†13.12.1987 in Kujbyschewo. Gebiet Koktschetaw, Lyriker.
1940 Beendigung der Arbeiter- und Bauernfakultät in Rosenheim. 1941 Einberufung in die Rote Armee. Bis zur Verwundung und Gefangennahme Kriegsteilnehmer. Er kehrte nach dem Krieg in die Sowjetunion zurück. Seine beruflichen Stationen waren Holzfäller, Tischler, Heizer, Zimmermann. 1955 absolvierte er in Moskau Fremdsprachenkurse und war bis zu seiner Pensionierung 1975 als Deutschlehrer im Gebiet Koktschetaw tätig.
Werke: Gesang des Herzens, Alma-Ata 1978; Womit beginnt das Heimatland, Alma-Ata 1988.
In Sammelbänden: Hand in Hand. Gedichte und Erzählungen. Moskau 1960, S. 69; Er lebt in jedem Volk. Sowjetdeutsche Poesie und Prosa dem großen Lenin gewidmet. Moskau 1970, S. 43; Lichte Tage. Gedichte. Alma-Ata 1973, S. 88-101; Antologie der sowjetdeutschen Literatur, Bd. 2. Alma-Ata 1981, S. 104-106; W. Mangold: Russlanddeutsche Literatur. Lesebuch. Stuttgart 1999, S. 105-106.
Periodika: Heimatliche Weiten 1/1981, S. 262-263; 1/1985, S. 181-184; 1/1986, S. 282.
Zahlreiche Gedichtveröffentlichungen in den deutschsprachigen Zeitungen „NEUES LEBEN“ (Moskau); „FREUNDSCHAFT“ (Zelinograd) und „ROTE FAHNE“ (Slawgorod, Altaj)
Literatur: Annette Moritz: Lexikon der russlanddeutschen Literatur. Erschienen als Sonderheft der Forschungen zur Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen, 12. Jahrgang 2002/2003. Essen 2004, S. 87-88.
Heinrich Kämpf, geboren am 17. Februar 1908 im Dorf Stahl/Wolga, †17.09.1973 in Kasanka/Kasachstan.
Lehrer und Schriftsteller. 1924 Student des Pädagogischen Technikums in Marxstadt, danach Dorflehrer einer Grundschule; seit 1930 bis zum Zweiten Weltkrieg regelmäßige Veröffentlichungen von Bühnenstücken, Erzählungen, Gedichten in den wolgadeutschen Zeitungen "Nachrichten", "Rote Jugend" und "Schulfreund"; von 1930 bis 1935 Studium der deutschen Sprache und Literatur an der Pädagogischen Hochschule Engels, danach geht er zurück nach Stahl.
In Stahl entstanden seine Erzählungen "Der sonnige Tag", "Rotarmist, schlag ein", "Gelegenheit", Kindergeschichten "Boykos Flug auf den Mars" und "Sander will Maschinist werden"; 1938 wurde Heinrich Kämpf repressiert und lebte später in Kasanka im Gebiet Koktschetaw, arbeitete dort als Lehrer; nach 1957 Fortsetzung der unterbrochenen schriftstellerischen Tätigkeit; Werke: "Im Winde gereift", "Assan", "Das Komsomolzabzeichen" u. v. m..; Mitglied des Schriftstellerverbandes der UdSSR;
Schneider, Gottlieb, * 21. August 1893 in Stahl/Wolgagebiet † 17. Dezember 1941 in Krasnojarsk (in der Verbannung)
Parteifunktionär, Journalist, Erzähler. Pseudonyme: Harro Stahl, E. Ewald. Sohn einer verarmten Bauernfamilie. Bis 1917 war er Lehrer. Seit 1918 Parteimitglied, arbeitete er u. a. als Volkskommissar für Landwirtschaft, Vertreter der Wolgarepublik in Moskau und stellvertretender Vorsitzender der Parteikontrollkommission in Mittelasien. War Vorsitzender des Dreierausschusses für den Kapmpf mit dem Hunger.
Er schrieb Erzählungen, Skizzen und Feuilletons.
Werke: "Banditen", 1924; "Der Umsturz", 1925; "Der Steinkippel", 1926 u. a.